Schulausflug ins Haus des Meeres

Im Rahmen einer Führung durch das Haus des Meeres Wien begegnete die Klasse 1HWA einer beeindruckenden Vielfalt an Tierarten und Tierklassen – und gewann dabei manch überraschende Einsicht.

Der fossile Zahn des Megalodon machte deutlich, wie sich Meereslebewesen über Millionen Jahre verändert haben – ein anschauliches Beispiel für Evolution und das Aussterben von Arten.

Im großen Meereswasserbecken schwammen Haie und Geigenrochen – für viele das Highlight. Entgegen ihrem Ruf in den Medien sind Haie scheue, friedliche Tiere. Angriffe auf Menschen sind in freier Natur äußerst selten; als Raubfische spielen sie eine unverzichtbare Rolle im marinen Ökosystem. Unser Guide hat uns von der äußerst grausamen Praxis des Finning berichtet: Haien werden die Flossen abgeschnitten, danach werden sie lebend ins Meer zurückgeworfen, wo sie qualvoll sterben – einzig für die Herstellung von Haifischflossensuppe. Diese grausame Praxis bedroht viele Haiarten in ihrem Bestand. Auch Puppi, die Meeresschildkröte, hat eine bewegende Vergangenheit: Sie wurde in den 1970er Jahren auf den Malediven gerettet (vor der Suppe!)  und lebt heute im Haus des Meeres.

Besonders biologisch interessant waren die Anemonenfische: Sie sind proterandrische Hermaphroditen – das bedeutet, sie können ihr Geschlecht von männlich zu weiblich wechseln, abhängig von der sozialen Gruppe.

Giftschlangen wie Taipane und Cobras, riesige Würgeschlangen (Netzpythons) und ein gewaltiger Gavial zeigten die Vielfalt der Reptilien.

Den Abschluss bildete das Koibecken – zutrauliche Fische haben sich freiwillig und gerne von uns streicheln lassen.

Wir danke dem Haus des Meeres für die spannende Führung.

Schulausflug ins Haus des Meeres

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