Die 2FWA und die 2HFA besuchten vor den Semesterferien die beeindruckenden anatomischen Wachsmodelle im Josephinum Wien.
Die lebensgroßen Wachsfiguren wurden vor über 240 Jahren (zwischen 1775 und 1800) in Florenz von italienischen Künstlern angefertigt und von Kaiser Josef II. nach Wien gebracht. Er gründete das Josephinum 1785 als militärärztische Akademie. Die Modelle dienten der medizinischen Ausbildung angehender Ärzte.
Davor wurden chirurgische Eingriffe – wie das Ziehen fauler Zähne – oft von Friseuren durchgeführt, da es kaum ausgebildete Chirurgen gab.
Die Figuren sind täuschend echt gestaltet und befinden sich noch immer in hervorragendem Zustand.
Besonders faszinierend: Die Modelle zeigen selbst kleinste anatomische Details wie Nervenbahnen, Blutgefäße und Lymphgefäße!
Insgesamt umfasst die Sammlung etwa 1.200 Einzelpräparate – eine der bedeutendsten medizinhistorischen Sammlungen weltweit.
Ein weiteres Highlight der Medizingeschichte: Auf dem Gelände entdeckte Karl Landsteiner um 1900 die menschlichen Blutgruppen (A, B, 0), wofür er 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt.
Besonders spannend war auch die Besichtigung der originalen Mordwaffe von Kaiserin Elisabeth (Sisi) – eine spitze Feile, mit der sie 1898 in Genf ermordet wurde.












